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Bluehende_Baeume

Der Frühling – wann beginnt er jetzt genau?

Einerseits hat auf der Nordhalbkugel der Frühling schon begonnen, und zwar der klimatologische Frühling. Das geschah am 1.März und ist damit bereits knapp drei Wochen her. Jetzt ist es aber auch aus astronomischer Sicht soweit: Am 20. März 2019, genau um 22:58 Uhr, steht die Sonne exakt senkrecht über dem Äquator.
Wir wollen uns in diesem Blogbeitrag mit dem Phänomen des Frühlingsbeginns auseinandersetzen und interessante Details beleuchten.

Frühlingsbeginn unterschiedlich definiert

Astronomisch gesehen beginnt der Frühling mit dem Frühlings-Äquinoktium, also der Tag-und-Nacht-Gleiche, dem Equinox. Auf der Nordhemisphäre ist dies am 19., 20. oder 21. März der Fall – für ein halbes Jahr sind die Tage dann wieder länger als die Nächte.

Die folgende Abbildung zeigt die Abhängigkeit der Jahreszeiten von der Position der Erde beim Umlauf um die Sonne:

Position_Erde

Die Sonne überquert zur Tag-und-Nacht-Gleiche den Himmelsäquator, steht also an diesem Tag um den Zeitpunkt des Äquinoktiums senkrecht über dem Erdäquator. Tag und Nacht sind dann überall auf der Erde ungefähr gleich lang. Überall auf der Erde geht die Sonne an diesem Tag daher fast genau im Osten auf und im Westen unter.

In der Meteorologie wird klimatologischen Aspekten folgend der Frühlingsbeginn mit 1. März gleichgesetzt. Man fasst also 3 Monate zu einer Jahreszeit zusammen, um aus statistischen Gründen die einzelnen Monate – genauso wie die gesamte Jahreszeit – besser mit anderen Jahren vergleichbar zu machen. Daraus ergibt sich für den meteorologischen Frühling, dass er sich vom 1. März bis zum 31. Mai erstreckt.

Phänologisch betrachtet beginnt der Frühling mit dem ersten Blühen regional unterschiedlicher Pflanzen. In Mitteleuropa beginnt demnach der Vorfrühling bereits mit den ersten Blüten der Schneeglöckchen, der Vollfrühling ist erst mit dem Blühbeginn der Apfelbäume erreicht.

Schneegloeckchen

Astronomischer Frühlingsanfang von Jahr zu Jahr unterschiedlich

Zugegebenermaßen, jetzt kommt ein bisschen viel Theorie auf einmal. Aber vielleicht hat sich der eine oder andere ja schon einmal gefragt, wie die unterschiedlichen Zeiten für den Frühlingsbeginn zustande kommen.

Zwischen zwei Frühlingsanfängen liegt im Mittel ein Zeitraum von 365 Tagen 5 Stunden und 49 Minuten, also jene Zeit, an dem sich die Erde nach etwa 1 Jahr wieder genau am selben Punkt im Weltraum befindet (tropisches Jahr). Jeder Frühlingsanfang fällt daher auf eine um knapp 6 Stunden spätere Uhrzeit als der vorhergehende.

Nach vier Jahren hat sich der Frühlingsanfang somit um knapp 24 Stunden hin zu späteren Uhrzeiten verschoben. Der bereits 45 v. Chr. von Julius Caesar verbreitete julianische Kalender führte nun alle 4 Jahre einen Schalttag ein, um den Frühlingsanfang wieder um 24 Stunden auf frühere Zeitpunkte zu verschieben.

Da die Zeitverschiebung allerdings nach 4 Jahren nicht exakt 24 Stunden ist, hat der Schalttag eine Überkompensation zur Folge. Der von Papst Gregor XIII. im Jahr 1582 eingeführte und in Europa aktuell geltende gregorianische Kalender trägt diesem Umstand in folgender Art und Weise Rechnung: Alle 100 Jahre fällt der Schalttag aus, mit Ausnahme der Jahre, die durch 400 teilbar sind, also beispielsweise die Jahre 2000, 2400, 2800, etc.

Folgende Abbildung soll die Erklärungen verdeutlichen:

Fruehlingsanfaenge_1900-2100

Daraus ergibt sich, dass der astronomische Frühling am 19. oder am 20. oder am 21. März beginnen kann. Auch kann man ablesen, dass der astronomische Frühlingsbeginn bei uns (genauer gesagt dort, wo die mitteleuropäische Zeit gilt) in den Jahren von 2012 bis 2047 – egal ob Schaltjahr oder nicht – durchwegs auf den 20. März fällt, und dass der 21. März nun bis zum Jahr 2102 nicht mehr vorkommen wird.

Da die Schaltregel erst eine gewisse Verschiebung des Frühlingsanfangs auflaufen lässt, bevor sie sie durch Einlegen eines Schalttages wieder korrigiert, schwankt die Uhrzeit des Frühlingsanfangs (und entsprechend die aller anderen Jahreszeitenanfänge) in einem Bereich von etwa 18 Stunden.

Freundlicher Start in den Frühling

Was das Wetter betrifft, so ist in Österreich zu Frühlingsbeginn von späterwinterlichem bis hin zu frühsommerlichem Wetter prinzipiell alles möglich, und vor allem alles schon da gewesen.

Heuer können wir kräftigen Hochdruckeinfluss und somit freundliches Frühlingswetter erwarten, das uns voraussichtlich auch noch am Wochenende erhalten bleibt. Somit dürfen wir uns über viel Sonnenschein und steigende Temperaturen freuen. Am Samstag und eventuell auch noch am Sonntag könnten wir im Osten sogar wieder an der 20-Grad-Marke knabbern.

 

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Der Frühling – wann beginnt er jetzt genau?

Einerseits hat auf der Nordhalbkugel der Frühling schon begonnen, und zwar der klimatologische Frühling. Das geschah am 1.März und ist damit bereits knapp drei Wochen her. Jetzt ist es aber auch aus astronomischer Sicht soweit: Am 20. März 2019, genau um 22:58 Uhr, steht die Sonne exakt senkrecht über dem Äquator.
Wir wollen uns in diesem Blogbeitrag mit dem Phänomen des Frühlingsbeginns auseinandersetzen und interessante Details beleuchten.

Frühlingsbeginn unterschiedlich definiert

Astronomisch gesehen beginnt der Frühling mit dem Frühlings-Äquinoktium, also der Tag-und-Nacht-Gleiche, dem Equinox. Auf der Nordhemisphäre ist dies am 19., 20. oder 21. März der Fall – für ein halbes Jahr sind die Tage dann wieder länger als die Nächte.

Die folgende Abbildung zeigt die Abhängigkeit der Jahreszeiten von der Position der Erde beim Umlauf um die Sonne:

Position_Erde

Die Sonne überquert zur Tag-und-Nacht-Gleiche den Himmelsäquator, steht also an diesem Tag um den Zeitpunkt des Äquinoktiums senkrecht über dem Erdäquator. Tag und Nacht sind dann überall auf der Erde ungefähr gleich lang. Überall auf der Erde geht die Sonne an diesem Tag daher fast genau im Osten auf und im Westen unter.

In der Meteorologie wird klimatologischen Aspekten folgend der Frühlingsbeginn mit 1. März gleichgesetzt. Man fasst also 3 Monate zu einer Jahreszeit zusammen, um aus statistischen Gründen die einzelnen Monate – genauso wie die gesamte Jahreszeit – besser mit anderen Jahren vergleichbar zu machen. Daraus ergibt sich für den meteorologischen Frühling, dass er sich vom 1. März bis zum 31. Mai erstreckt.

Phänologisch betrachtet beginnt der Frühling mit dem ersten Blühen regional unterschiedlicher Pflanzen. In Mitteleuropa beginnt demnach der Vorfrühling bereits mit den ersten Blüten der Schneeglöckchen, der Vollfrühling ist erst mit dem Blühbeginn der Apfelbäume erreicht.

Schneegloeckchen

Astronomischer Frühlingsanfang von Jahr zu Jahr unterschiedlich

Zugegebenermaßen, jetzt kommt ein bisschen viel Theorie auf einmal. Aber vielleicht hat sich der eine oder andere ja schon einmal gefragt, wie die unterschiedlichen Zeiten für den Frühlingsbeginn zustande kommen.

Zwischen zwei Frühlingsanfängen liegt im Mittel ein Zeitraum von 365 Tagen 5 Stunden und 49 Minuten, also jene Zeit, an dem sich die Erde nach etwa 1 Jahr wieder genau am selben Punkt im Weltraum befindet (tropisches Jahr). Jeder Frühlingsanfang fällt daher auf eine um knapp 6 Stunden spätere Uhrzeit als der vorhergehende.

Nach vier Jahren hat sich der Frühlingsanfang somit um knapp 24 Stunden hin zu späteren Uhrzeiten verschoben. Der bereits 45 v. Chr. von Julius Caesar verbreitete julianische Kalender führte nun alle 4 Jahre einen Schalttag ein, um den Frühlingsanfang wieder um 24 Stunden auf frühere Zeitpunkte zu verschieben.

Da die Zeitverschiebung allerdings nach 4 Jahren nicht exakt 24 Stunden ist, hat der Schalttag eine Überkompensation zur Folge. Der von Papst Gregor XIII. im Jahr 1582 eingeführte und in Europa aktuell geltende gregorianische Kalender trägt diesem Umstand in folgender Art und Weise Rechnung: Alle 100 Jahre fällt der Schalttag aus, mit Ausnahme der Jahre, die durch 400 teilbar sind, also beispielsweise die Jahre 2000, 2400, 2800, etc.

Folgende Abbildung soll die Erklärungen verdeutlichen:

Fruehlingsanfaenge_1900-2100

Daraus ergibt sich, dass der astronomische Frühling am 19. oder am 20. oder am 21. März beginnen kann. Auch kann man ablesen, dass der astronomische Frühlingsbeginn bei uns (genauer gesagt dort, wo die mitteleuropäische Zeit gilt) in den Jahren von 2012 bis 2047 – egal ob Schaltjahr oder nicht – durchwegs auf den 20. März fällt, und dass der 21. März nun bis zum Jahr 2102 nicht mehr vorkommen wird.

Da die Schaltregel erst eine gewisse Verschiebung des Frühlingsanfangs auflaufen lässt, bevor sie sie durch Einlegen eines Schalttages wieder korrigiert, schwankt die Uhrzeit des Frühlingsanfangs (und entsprechend die aller anderen Jahreszeitenanfänge) in einem Bereich von etwa 18 Stunden.

Freundlicher Start in den Frühling

Was das Wetter betrifft, so ist in Österreich zu Frühlingsbeginn von späterwinterlichem bis hin zu frühsommerlichem Wetter prinzipiell alles möglich, und vor allem alles schon da gewesen.

Heuer können wir kräftigen Hochdruckeinfluss und somit freundliches Frühlingswetter erwarten, das uns voraussichtlich auch noch am Wochenende erhalten bleibt. Somit dürfen wir uns über viel Sonnenschein und steigende Temperaturen freuen. Am Samstag und eventuell auch noch am Sonntag könnten wir im Osten sogar wieder an der 20-Grad-Marke knabbern.

 

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