
Welches Wetter bringt der kommende Winter?
Wetter ist teilweise ein chaotisches System
Da es sich beim Wetter zumindest teilweise um ein chaotisches System handelt (Stichwort: kleine Ursache → große Wirkung) kann man vernünftige Prognosen nur für einen zeitlich begrenzten Zeitraum erstellen. In der Wettervorhersage tätige Meteorologen wissen, dass es keinen Sinn macht, über etwa 7 Tage hinaus eine halbwegs konkrete Aussage zum Wetterverlauf in einer bestimmten Region zu wagen. Bei ausgesprochen ruhigen Wetterlagen (z.B. stabile Hochdrucklage) kann sich dieser Zeitraum unter Umständen auf 10 Tage ausdehnen, dies ist jedoch die absolute Ausnahme!
Allerdings ist es bei manchen Wetterlagen nicht einmal möglich, zumindest halbwegs genaue Aussagen für den 3. oder 4. Tag zu treffen.
Die Länge der Vorhersagbarkeit hängt also ganz entscheidend von der Großwetterlage ab.
Ab 2 Wochen nur noch Wettertrends erkennbar
Wer jedoch schon zu Beginn des Monats eine Wettervorhersage für das Monatsende wagt, wird wahrscheinlich deutlich daneben liegen. Daher ist es einleuchtend, dass es noch viel weniger Sinn macht, sich jetzt schon über das zu erwartende Weihnachtswetter zu unterhalten.
Wetterdienste versuchen sich in Jahreszeitentrends
Wieso können die das? Nun, diese sogenannten Langfristvorhersagen stützen sich unter anderem auf die großräumigen Luftdruckverhältnisse in der Atmosphäre, vor allem aber fließt hier auch die Temperaturverteilung der Ozeane mit ein. Diese Vorhersagen sind allerdings keine Wettervorhersagen im eigentlichen Sinne, sie spiegeln lediglich einen groben Trend wieder.
Die folgenden beiden Grafiken stellen die Abweichungen der in zwei Meter Höhe gemessenen Temperaturen sowie die Abweichungen der Niederschlagsmengen vom Normalwert 1999-2010 dar (Bildquelle: NOAA).
Was kann man erkennen?
Was die Niederschlagsmengen betrifft, so ist im Großteil des Mittelmeerraums ein eher zu trockener Winter zu erwarten, in Mittel- und Westeuropa ein normaler bis etwas zu feuchter.
Kombininert man die beiden Karten zu einem fiktiven Bild, so könnte man von einem von Westlagen geprägten Mildwinter ausgehen wobei zwischendurch auch relativ „warme“, von Nebel und Hochnebel geprägte Hochdrucklagen möglich erscheinen.
Aussage über Winterwetter nicht besonders sinnvoll
Die niederschmetternde Antwort ist: Die Aussagen sind beinahe gleich null! Denn weder lässt sich der Witterungsablauf für den Winter auch nur ansatzweise im Detail bestimmen, noch können wir überhaupt mit Sicherheit sagen, dass auch nur die über 3 Monate gemittelten Werte so und nicht anders eintreffen.
Denkbar ist ja auch, dass obwohl der Winter insgesamt signifikant zu warm ausfällt, vorübergehend auch extrem kalte und schneereiche Witterungsperioden auftreten, die dann besser in Erinnerung bleiben, als der insgesamt zu warme Winter.
Mit Hochleistungscomputern die Prognosegüte verbessern
Die Erfolge sind allerdings überschaubar, da nicht nur unzählige kleinräumige Einflüsse auf die Atmosphäre einwirken, sondern die der Berechnung des Wetters zugrunde liegenden physikalischen Gleichungen einer Nichtlinearität unterworfen sind.
Dies bedeutet soviel wie, dass schon ein geringer, nicht im Wettermodell enthaltener Einfluss, nach einer gewissen Zeit eine signifikante Änderung der Modellberechnung ergeben kann.
Dieser Umstand wird wohl auch in Zukunft dafür sorgen, dass sich die Grenze der Vorhersagbarkeit des Wetters nur relativ wenig nach hinten verschieben kann.
Sei es der Mann oder die Frau auf der Straße, seien es die Meteorologen, wir müssen uns wohl alle auf längere Zeit noch damit zufriedengeben, frühestens Mitte Dezember sagen zu können, ob wir diesmal im frisch gefallenen Schnee zur Christmette stapfen oder bei 10 Grad und Regen.

Welches Wetter bringt der kommende Winter?
Wetter ist teilweise ein chaotisches System
Da es sich beim Wetter zumindest teilweise um ein chaotisches System handelt (Stichwort: kleine Ursache → große Wirkung) kann man vernünftige Prognosen nur für einen zeitlich begrenzten Zeitraum erstellen. In der Wettervorhersage tätige Meteorologen wissen, dass es keinen Sinn macht, über etwa 7 Tage hinaus eine halbwegs konkrete Aussage zum Wetterverlauf in einer bestimmten Region zu wagen. Bei ausgesprochen ruhigen Wetterlagen (z.B. stabile Hochdrucklage) kann sich dieser Zeitraum unter Umständen auf 10 Tage ausdehnen, dies ist jedoch die absolute Ausnahme!
Allerdings ist es bei manchen Wetterlagen nicht einmal möglich, zumindest halbwegs genaue Aussagen für den 3. oder 4. Tag zu treffen.
Die Länge der Vorhersagbarkeit hängt also ganz entscheidend von der Großwetterlage ab.
Ab 2 Wochen nur noch Wettertrends erkennbar
Wer jedoch schon zu Beginn des Monats eine Wettervorhersage für das Monatsende wagt, wird wahrscheinlich deutlich daneben liegen. Daher ist es einleuchtend, dass es noch viel weniger Sinn macht, sich jetzt schon über das zu erwartende Weihnachtswetter zu unterhalten.
Wetterdienste versuchen sich in Jahreszeitentrends
Wieso können die das? Nun, diese sogenannten Langfristvorhersagen stützen sich unter anderem auf die großräumigen Luftdruckverhältnisse in der Atmosphäre, vor allem aber fließt hier auch die Temperaturverteilung der Ozeane mit ein. Diese Vorhersagen sind allerdings keine Wettervorhersagen im eigentlichen Sinne, sie spiegeln lediglich einen groben Trend wieder.
Die folgenden beiden Grafiken stellen die Abweichungen der in zwei Meter Höhe gemessenen Temperaturen sowie die Abweichungen der Niederschlagsmengen vom Normalwert 1999-2010 dar (Bildquelle: NOAA).
Was kann man erkennen?
Was die Niederschlagsmengen betrifft, so ist im Großteil des Mittelmeerraums ein eher zu trockener Winter zu erwarten, in Mittel- und Westeuropa ein normaler bis etwas zu feuchter.
Kombininert man die beiden Karten zu einem fiktiven Bild, so könnte man von einem von Westlagen geprägten Mildwinter ausgehen wobei zwischendurch auch relativ „warme“, von Nebel und Hochnebel geprägte Hochdrucklagen möglich erscheinen.
Aussage über Winterwetter nicht besonders sinnvoll
Die niederschmetternde Antwort ist: Die Aussagen sind beinahe gleich null! Denn weder lässt sich der Witterungsablauf für den Winter auch nur ansatzweise im Detail bestimmen, noch können wir überhaupt mit Sicherheit sagen, dass auch nur die über 3 Monate gemittelten Werte so und nicht anders eintreffen.
Denkbar ist ja auch, dass obwohl der Winter insgesamt signifikant zu warm ausfällt, vorübergehend auch extrem kalte und schneereiche Witterungsperioden auftreten, die dann besser in Erinnerung bleiben, als der insgesamt zu warme Winter.
Mit Hochleistungscomputern die Prognosegüte verbessern
Die Erfolge sind allerdings überschaubar, da nicht nur unzählige kleinräumige Einflüsse auf die Atmosphäre einwirken, sondern die der Berechnung des Wetters zugrunde liegenden physikalischen Gleichungen einer Nichtlinearität unterworfen sind.
Dies bedeutet soviel wie, dass schon ein geringer, nicht im Wettermodell enthaltener Einfluss, nach einer gewissen Zeit eine signifikante Änderung der Modellberechnung ergeben kann.
Dieser Umstand wird wohl auch in Zukunft dafür sorgen, dass sich die Grenze der Vorhersagbarkeit des Wetters nur relativ wenig nach hinten verschieben kann.
Sei es der Mann oder die Frau auf der Straße, seien es die Meteorologen, wir müssen uns wohl alle auf längere Zeit noch damit zufriedengeben, frühestens Mitte Dezember sagen zu können, ob wir diesmal im frisch gefallenen Schnee zur Christmette stapfen oder bei 10 Grad und Regen.
